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Hotelmärkte CEE - Was hat sich getan? Welche Märkte wachsen?

02/10/2013 Wien
Nach schwierigen Jahren in vielen Städten in der CEE Region beginnen sich einige Märkte zu stabilisieren - in einigen Städten ist allerdings noch kein Wachstum zu beobachten. Der Kaukasus, Russland und Zentralasien bieten spannende Perspektiven.

Nach dem Ausbruch der sogenannten Finanzkrise ist in vielen Städten in der CEE Region der hohe Anteil an Geschäftsreisenden und somit die Anzahl an Übernachtungen stark zurückgegangen (z. B. Bukarest). In zahlreichen Städten (z. B. Bratislava, Budapest) hat sich der Oversupply, der in den Boom-Jahren entstanden ist, nicht reduzieren lassen, da die Märkte nicht bzw. kaum gewachsen sind.

Seit 2011 konnte sich die durchschnittliche Auslastung der Hotels in einigen Hauptstädten zumindest halten und stabilisieren, ein Wachstum der Durchschnittsraten war aber nicht möglich (z. B. wiederum Budapest). Eine Ausnahme bildet sicherlich Bukarest, das auch 2013 noch keine bzw. nur eine geringe Erholung erlebt.

Die hier verlinkte Tabelle gibt eine Übersicht über die Entwicklung in ausgewählten CEE Städten (Quelle: STR Global)

Investoren und Banken finanzieren wenige Hotelprojekte und agieren in dieser Region vorsichtig. Zusätzlich erschwerend für die Entwicklung neuer Projekte ist die geringe Bereitschaft führender Hotelgesellschaften, Pachtverträge in diesen Märkten abzuschließen. Diese jedoch werden von Kapitalgebern zur – vermeintlichen – Einschränkung des Risikos bevorzugt. Nur wenige Betreiber sind derzeit zu Pachten in diesen Regionen bereit (häufig in Kombination mit Franchiseverträgen).

Dabei haben einige Betreiber ambitionierte Roll-Out-Pläne in den großen CEE Ländern wie Polen und Rumänien. Neben den Core-Brands (z. B. Hilton, Sheraton) sehen diese vor, ihre zahlreichen Focused Service oder Budget Marken einzuführen (z. B. Hilton Garden Inn, Aloft). Ein aktuelles Beispiel dieser Entwicklung sind die beiden Hampton by Hilton Hotels in Warschau, die in den nächsten sechs Monaten eröffnet werden.

Ein starkes Interesse von internationalen Hotelbetreibern ist im Kaukasus und in Zentralasien zu erkennen, speziell in Städten wie Baku, Astana, Almaty und Tiblisi. In Aserbaidschans Hauptstadt Baku hat sich mittlerweile die Mehrheit aller Hotelbrands im Top-Segment angesiedelt. Die Stadt ist am besten Weg in Richtung Oversupply im Top Segment (während das Midscale-Segment noch nicht erschlossen ist). Neben den bestehenden Häusern Kempinski, Hyatt Regency und Park Hyatt Hotels haben ein Hilton, ein Four Seasons, ein JW Marriott und ein Jumeira innerhalb der vergangenen 18 Monate ihre Pforten geöffnet.

Derzeit entwickelt sich auch Astana rasch weiter und wird neben dem politischen auch immer stärker zum wirtschaftlichen Zentrum von Kasachstan. Noch mehr als in Baku sind hier überwiegend Corporate Reisende anzutreffen, wodurch die Auslastung an Wochenenden gering ist, jedoch hohe Durchschnittsraten während der Woche erzielt werden können.

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